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ECLAT Konzert 2

/ live aus dem Theaterhaus Stuttgart

Preisträgerkonzert zum 65. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart 2020

Isabel Mundry: Geträumte Räume
für vier Trompeten (1999)

Matthias Kranebitter: pitch study no.1 / contra violin
für Violine und Stereoplayback (2016)

Laudatio von Prof. Martin Schüttler
Verleihung des Kompositionspreises an Matthias Kranebitter und Laure M. Hiendl

Laure M. Hiendl: Ten Bullets Through One Hole
für zwei Stimmen, Elektronik und Video (2018)

 

Marco Blaauw, Markus Schwind, Laura Vukobratovic und Rike Huy, Trompeten
Gunde Jäch, Violine
Viktoriia Vitrenko und Natasha Lopez, Stimmen

 

Der Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart ist nicht nur der älteste, sondern für viele Komponist*innen auch der großartigste Förderpreis, weil er zu größtmöglicher künstlerischer Freiheit einlädt und einen weiten, unvoreingenommenen Blick auf unterschiedlichste Strömungen zeitgenössischer Musikkunst wirft. Dieser Blick fokussiert in diesem Jahr zwei Künstler, die elektronische Mittel sehr selbstverständlich in ihre künstlerischen Prozesse einbeziehen und sie auch im Sinne eines soziologischen Kommentars verwenden. Matthias Kranebitter spielt bei seinem preisgekrönten Werk auf den „Eindruck einer permanenten Steuerung des Menschen durch die Maschine“ an. Laure M. Hiendl lässt mit siehre powervollen Statement keinen Zweifel an der „Nähe von heteromaskuliner pornografischer Sprache und Propaganda der Waffenindustrie“. Einer Fanfare gleich eröffnet Isabel Mundrys Werk für vier Trompeten das Konzert.

The Composition Prize of the City of Stuttgart is not only the oldest, but for many composers also the greatest promotional prize, because it invites the greatest possible artistic freedom and takes a broad, unbiased look at the most diverse currents of contemporary musical art. This year, this view focuses on two artists who incorporate electronic means very naturally into their artistic processes and also use them in the sense of a sociological commentary. Matthias Kranebitter alludes to the "impression of a permanent control of man by the machine" in his award-winning work. Laure M. Hiendl's powerful statement leaves no doubt about the "proximity of heteromasculine pornographic language and propaganda of the arms industry". Isabel Mundry's work for four trumpets opens the concert like a fanfare.

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