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ECLAT Konzert 10

/ live aus dem Theaterhaus Stuttgart

Kammerkonzert

Matias Vestergård-Hansen: Collapse and Collapse
für EnsembleUA**

Anda Kryeziu: Infuse: Playtime
for amplified ensembleUA

Emilio Guim: Kingdom - A Word of Mouth
für Ensemble, 3-Kanal-Zuspielung und 3 TV-ScreensUA*

Ricardo Eizirik: Placeholder
for (streamed) amplified ensemble, sampler and subtitles UA*

ensemble recherche

**unterstützt durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia
** unterstützt durch Koda Kultur / Dansk Komponist forening

Mitschnitt SWR2

„…seltsame Klänge aus einem seltsamen, unzusammenhängenden Jahr…“: Ricardo Eizirik reflektiert in seinem Werk Placeholder die Schwierigkeit eines kreativ-produktiven „Weiter so“, die er im vergangenen Jahr empfunden hat. Matias Vestergard beschreibt einen “pathologischen amnestischen Zustand, der mehrere Monate andauern kann, während dessen eine Person unter Gedächtnisverlust leidet, oft ein neues Leben beginnt und sich nach der Genesung an nichts mehr aus der amnestischen Phase erinnert.“ Für Anda Kryeziu hingegen ist der düstere Mittwinter in der härtesten Zeit der Pandemie ein Anlass, zusammen mit dem ensemble recherche „zurück zu den Grundfesten“ zu reisen. Dort erschafft sie einen Spielplatz für sich und die Musiker*innen, eine Verspieltheit, bei der die Identitäten der Instrumente aus ihrem Idiom herausgelöst werden, indem sie die Eigenschaften des jeweils anderen imitieren und physisch miteinander verbinden. Gemeinsam schaffen sie so ein hybrides Klangergebnis, gleichsam ein Hörtheater, das uns – einen guten Kopfhörer vorausgesetzt – ein Klanguniversum offenbart.

"...strange sounds from a strange, disjointed year...": Ricardo Eizirik reflects in his work Placeholder on the difficulty of a creatively productive "carry on" that he has felt in the past year. Matias Vestergard describes a "pathological amnesic state that can last for several months, during which a person suffers from memory loss, often starts a new life, and after recovery remembers nothing from the amnesic phase." For Anda Kryeziu, on the other hand, the gloomy midwinter in the hardest time of the pandemic is an occasion to travel "back to the foundations" together with ensemble recherche. There she creates a playground for herself and the musicians, a playfulness in which the identities of the instruments are detached from their idiom by imitating each other's characteristics and physically connecting them. Together, they create a hybrid sound result, a listening theatre, as it were, which - given a good pair of headphones - reveals a sound universe to us.

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