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ECLAT Konzert 1

/ Stuttgart / Theaterhaus / T2

Preisträgerkonzert zum 62. Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart

Lisa Streich: Zucker
für motorisiertes Ensemble (2016) / 15‘

François Sarhan: POTENCE A PARATONNERRE (flipbook)
für acht Musiker, einen optionalen Sprecher und Dirigent (2017) UA*
Kompositionsauftrag von ensemble mosaik und Musik der Jahrhunderte
gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung

Kirsten Reese: Light Green Rituals
für Fairlight CMI und Ensemble (2017/18) UA / 14‘
Kompositionsauftrag von Musik der Jahrhunderte

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Laudatio: Prof. Martin Schüttler
Preisverleihung: Dr. Fabian Mayer
Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht

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Juliana Hodkinson: Lightness
für drei Akteure mit verstärkten Streichhölzern (2015) / 23‘

Malte Giesen: 88 $ or the poetry of capitalism
für drei Solisten und Ensemble (2014) UA / 10‘

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Johanna Zimmer, Sopran
Ernst Surberg, Klavier
Karen Lorenz, Viola
ensemble mosaik
Leitung Enno Poppe


Sendung: 14. 2. / SWR2 JetztMusik 23.03 Uhr


* Die Aufführung von François Sarhans Komposition ist Teil des Frankreich-Schwerpunkts in ECLAT 2018
mit freundlicher Unterstützung
durch das Institut Français
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### for English version please see below ###


stock11-Mitglied Jennifer Walshe nennt es "the new discipline": Werke, bei denen wir „verstehen, dass da Leute auf der Bühne sind, und dass diese Leute Körper sind/haben“. Auch Instrumente können zu Körpern und „Akteuren“ werden. Das Ineinandergreifen von physischen und musikalischen Gesten, die Ausweitung und elektronische Manipulation klassischen Instrumentariums, außermusikalische und "Wirklichkeits"-Bezüge sowie die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen sind aktuelle Fragen, die für viele Projekte des Festivals und insbesondere auch das Preisträgerkonzert gelten.

Lisa Streich entlockt motorisierten Instrumenten zauberhafte Klänge, Kirsten Reese inspirieren die archaischen und "expressiven" Sounds des Fairlight-Computers zu einem ritualhaften Werk. François Sarhan wiederum, dessen Werk einen kleinen Frankreich-Schwerpunkt im Festival eröffnet, untersucht die Geste auf ihren musikalischen Gehalt.
Juliana Hodkinson und Malte Giesen erhalten den Stuttgarter Kompositionspreis 2017. Hodkinsons preisgekröntes Orchesterwerk wird beim Abschlusskonzert von ECLAT aufgeführt, dafür erklingt hier Lightness, eine "hypnotische" Performance mit choreografierten verstärkten Streichhölzern. Malte Giesen diente der Inhalt einer Spam-Mail als textliche und formale Grundlage seines Stücks, das sich von binnengestalteten Einzelelementen hin zu monolithischen Klangblöcken entwickelt – "vielleicht als Assoziation an die Tendenz global-kapitalistischer Systeme".

 

Prizewinners’ concert for the 62nd Composition Prize of the State Capital of Stuttgart
stock11 member Jennifer Walshe calls it ‘The New Discipline’: works in which we ‘understand that there are people on stage, and that these people are/have bodies’.
Instruments can likewise become bodies and ‘actors’. The interplay of physical and musical gestures, the expansion and electronic manipulation of the classical range of instruments, extra-musical and ‘real-life’ elements, as well as a critical engagement with social topics, are current issues found in many of the festival’s projects, especially in the prizewinners’ concert.

Lisa Streich coaxes magical sounds from motorized instruments, Kirsten Reese is inspired by the archaic and ‘expressive sounds’ of the Fairlight computer instrument to create a ritualized music, and François Sarhan, whose work opens a French feature at this year’s festival, examines the gesture as to its musical substance. Juliana Hodkinson and Malte Giesen will receive the 2017 Stuttgart Composition Prize. Hodkinson’s prizewinning orchestral work will be performed at ECLAT’s final concert, while this programme features her Lightness, a ‘hypnotic’ performance with a choreography of amplified matchsticks. Malte Giesen took the content of a spam e-mail as the textual and formal basis for his piece, which progresses from individual internally-crafted elements to monolith-ic blocks of sound – ‘perhaps as an association with the tendency of global capitalist systems’.

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