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/ Stuttgart / Theaterhaus / T1

Happiness Machine
3 Stunden Glück mit dem Klangforum Wien
(formerly known as Zum Gemeinwohl!)


Matthias Meinharter
Tiki Tiki Men

Elizabeth Hobbs / Carola Bauckholt*
Die Flunder (2018)UA

    Sven Hartberger

Rebecca Blöcher / Eva Reiter*
Lickalike (2018)UA

   Gerald Preinfalk

Eni Brandner / Misato Mochizuki
PANTOPOS (2018)UA

   Vera Fischer

Joanna Kożuch / Ying Wang
Music Box (2018)UA

   Andreea Dosa

Samantha Moore / Malin Bång*
Bloomers (2018)UA

Pause

   Vera Fischer

Vessela Dantcheva / Electric Indigo
Hierarchy Glitch (2018)UA

   Christoph Walder

Ana Nedeljković / Hanna Hartman
The Happiness Machine (2018)UA

   Mikael Rudolfsson

Susi Jirkuff / Joanna Bailie
Vermessung der Distanz (2018)UA

   Günther Bernhart

Andrea Schneider / Marianthi Papalexandri-Alexandri*
Generator / Operator (2018)UA

   Andreas Eberle

Michelle Kranot / Iris ter Schiphorst*
Suggestion of Least Resistance (2018)UA

   Anders Nyqvist

Rebecca Saunders
Sole (2018)UA


Inszenierung: Jacqueline Kornmüller
Dramaturgie: Peter Wolf
SprecherInnen: Günther Bernhart, Andreea Dosa, Andreas Eberle, Vera Fischer, Sven Hartberger, Matthias Meinharter, Anders Nyqvist, Gerald Preinfalk, Mikael Rudolfsson, Christoph Walder

Klangforum Wien
Peter Böhm & Markus Urban, Klangregie
Martin Repka, Videoprojektion
Musikalische Leitung: Konstantia Gourzi

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Dauer ca. 150 Minuten

Karten
Einzelkarten 18 € / 12 €
Erhältlich auch in Pass 1, 2 und 3
Schüler*innen und Studierende 5 € (mit gültigem Ausweis)

 

Happiness Machine ist ein Projekt von Klangforum Wien, Musik der Jahrhunderte und Amour Fou Vienna in Kooperation mit Tricky Women gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, dem Bundeskanzleramt Österreich, der Kulturabteilung der Stadt Wien und von Interfaces / Creative Europe Programme of the European Union.

*Die Kompositionsaufträge des Klangforum Wien an Iris ter Schiphorst, Malin Bång, Eva Reiter, Carola Bauckholt und Marianthi Papalexandri-Alexandri werden finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung.

 

English version see below

Christian Felbers „Gemeinwohl-Ökonomie“ beruht auf denselben Werten, die Beziehungen gelingen lassen: Wertschätzung und Vertrauen, Aufmerksamkeit und Solidarität, Kooperation und Teilen. Das alternative Wirtschaftsmodell des Soziologen stellt einen klaren, messbaren Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Kriterien und dem Wohl der Bevölkerung her. Nicht der größtmögliche wirtschaftliche Gewinn für ein Unternehmen, sondern der größtmögliche Gewinn für das Gemeinwohl sollte Ziel jedes unternehmerischen Handelns sein. Nicht Wachstum um des Wachstums willen sollte im Fokus wirtschaftlicher und politischer Aufmerksamkeit stehen, sondern die Orientierung an Gemeinwohl-relevanten Werten: Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung.

Die Mittel der Kunst ermöglichen es, Zusammenhänge herzustellen und spezifische Erfahrungen zu vermitteln. Mit Happiness Machine möchte das Klangforum Wien in diesem Sinne gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und nichts weniger als ein „europäisches Gespräch über die Zukunft der Welt“ animieren.

Das Ensemble hat zehn Filmkünstlerinnen und zehn Komponistinnen eingeladen, Aspekte der Gemeinwohlökonomie, ihre Chancen und Gefahren, ihre Theorie und ihre Praxis mit Mitteln des Animationsfilms und der zeitgenössischen Musik zur Diskussion zu stellen.

Zehn sehr unterschiedliche Film-Musik-Projekte sind dabei entstanden, visionäre, analytische, dokumentarische und gleichnishafte. Sie pointieren „die Kraft, die entsteht, wenn Individuen kooperieren statt zu konkurrieren“, wollen gescheiterte Visionen wiederherstellen durch alternative Szenarien gesellschaftlicher Beziehung, und sie fragen, wer eigentlich das „Gemeinwohl“ definiert. Das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ wird zum Gleichnis für Habgier und Machtstreben. Am Beispiel der Pariser Banlieue wird dokumentiert, wie Nähe oder Distanz zu den urbanen (Macht-)Zentren über die Möglichkeit von Partizipation entscheidet. Poetische Bildwelten erschaffen eine Atmosphäre von Solidarität und Kooperation – und in der Simulation eines Videospiels werden die neoliberalen Maximen des Kapitalismus dekonstruiert.

 

Christian Felber's "Economy for the Common Good" is based on the same values that make relationships successful: Appreciation and trust, attention and solidarity, cooperation and sharing. The sociologist's alternative economic model establishes a clear, measurable link between economic criteria and the well-being of the population. Not the greatest possible economic gain for a company, but the greatest possible gain for the common good should be the goal of every entrepreneurial action. The focus of economic and political attention should not be on growth for the sake of growth, but on orientation towards values relevant to the common good: human dignity, solidarity, ecological sustainability, social justice and democratic co-determination.

The means of art make it possible to create connections and to convey specific experiences. In this spirit, the Klangforum Wien wants to take social responsibility and, by organizing Happiness Machine, animates nothing less than a "European discussion about the future of the world".

The ensemble has invited ten film artists and ten composers to discuss aspects of the common-wealth economy, its opportunities and dangers, its theory and practice using animated film and contemporary music.

Ten very different film-music projects were created: visionary, analytical, documentary and allegorical. They point out "the power that arises when individuals cooperate rather than compete", want to restore failed visions through alternative scenarios of social relations, and ask who actually defines the "common good". The fairy tale of "the fisherman and his wife" becomes a parable for greed and striving for power. The example of the Paris banlieue documents how proximity or distance to the urban (power) centres decide on the possibility of participation. Poetic visual worlds create an atmosphere of solidarity and cooperation - and in the simulation of a video game the neoliberal maxims of capitalism are deconstructed.

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