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/ Stuttgart / Theaterhaus / T2

skull ark, upturned with no mast (2017–18)

Musik und Konzept: Clara Iannotta
Architektur: Anna Kubelik
Licht Design: Eva G. Alonso
Sound Technik: Chris Swithinbank

Performance: Karin Hellqvist, Emma Iannotta, Truike van der Poel, Johanna Zimmer

Koproduktion Münchener Biennale und Musik der Jahrhunderte Stuttgart
Gefördert durch die
logo kulturstiftung bund

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Dauer ca. 40 Minuten

Karten
Einzelkarte 12 € / 8 €
Erhältlich auch in Pass 1, 2 und 3
Schüler*innen und Studierende 5 € (mit gültigem Ausweis)

English version see below

„Wir sollten uns Musik ansehen und Theater anhören.“ Fasziniert von Luciano Berios These und der Idee von Musik als multisensorische Erfahrung entwickelte Clara Iannotta Instrumente, die eine Interaktion von Visuellem und Klanglichem ermöglichen. Um das Thema „Privatsache“ der Münchener Biennale aufzugreifen, entwarf sie einen Raum, in dem sie die Lebendigkeit eines audiovisuellen Instruments mit dem Erlebnis von Eingeschlossen-Sein verbinden konnte. Und sie entdeckte ein wunderbar gleichnishaftes Natur-Phänomen: die symbiotische Beziehung des in der Tiefsee beheimateten Gießkannenschwamms mit einem Garnelenpärchen. Als Larven durch das feine Gewebe ins Innere des Schwamms gespült, können die Garnelen, größer werdend, nicht mehr entkommen und verbringen ihr ganzes langes Garnelen-Eheleben zwar vor allen Gefahren geschützt, aber gefangen und für die Außenwelt unsichtbar im Schwamm. Das Bild führe einen Aspekt unserer Gegenwart vor Augen: Menschen, die ihr Leben hinter Bildschirmen verbringen, gefangen in einer virtuellen Realität, die Handeln ermöglicht, ohne zu exponieren. Dies Bild in Musik verwandelnd, will Clara Iannotta uns Außenstehenden allmählich über eine subtile und sensible Klang-Licht-Schatten-Dramaturgie diesen „Lebenskampf“ offenbaren.

 

"We should watch music and listen to the theatre." Fascinated by Luciano Berio's thesis and the idea of music as a multisensory experience, Clara Iannotta developed instruments that enable an interaction of visual and sound. In order to take up the theme "private matter" of the Munich Biennale, she designed a space in which she could combine the liveliness of an audiovisual instrument with the experience of being enclosed. And she discovered a wonderfully parable-like natural phenomenon: the symbiotic relationship of the deep-sea Venus' Flower Basket with a pair of shrimps. As larvae flushed through the fine tissue into the interior of the sponge, the shrimps, growing larger, can no longer escape and spend their entire long shrimp marriage life protected from all dangers, but trapped and invisible to the outside world in the sponge. The picture shows one aspect of our present: people who spend their lives behind screens, trapped in a virtual reality that enables them to act without exposing themselves. Transforming this image into music, Clara Iannotta wants to gradually reveal this "struggle for life" to outsiders through a subtle and sensitive sound-light-shadow dramaturgy.

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