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/ Stuttgart /Theaterhaus / T4

at close quarters
Installation und Performance (2018–2019)UA

Komposition und Performance: Philipp Krebs
Performance: Neus Estarellas


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30-minütige Performances um 14:45 Uhr, 17:00 Uhr, 20:00 Uhr, 22:00 Uhr

Eintritt frei

English version see below

Am Anfang stand die simple Idee für ein Werk für Klavier solo. In Gesprächen des Komponisten Philipp Krebs und der Pianistin Neus Estarellas entstand jedoch ein abenteuerliches Langzeitprojekt. In Umkehr tradierter Arbeitsverhältnisse lieferte die Interpretin dem Komponisten Material, mit dem er sich künstlerisch auseinandersetzen musste: Ein Jahr lang schickte sie ihm fast täglich einen „medialen Schnappschuss“ – Fotos, Videos oder Tonaufnahmen aus ihrem Leben, die er chronologisch archivierte, analysierte und durch Einteilung der Aktivitäten in „Arbeit“ oder „Freizeit“, aber auch „Pausen“ für Tage ohne Message zu einer Matrix verarbeitete. Diese ist nun die „Partitur“ für eine eintägige Performance im Festival.

Im Mittelpunkt steht ein ausgemustertes Klavier. Es wird im Laufe des Tages äußerlich komplett renoviert. Vier halbstündige komponierte Performances unterbrechen diesen Prozess – und auch sie sind einer „Re-Interpretation“ der Arbeitsverhältnisse unterworfen: Der Komponist selbst agiert am präparierten und mikrofonierten Klavier und liefert so die klangliche Grundlage für elektroakustische, durch Controller ferngesteuerte Manipulationen der Pianistin. So wird der Komponist zum unter der Kontrolle der Interpretin stehenden Arbeiter. Das klangliche Setup setzt sich mit Abstufungen von Nähe und Distanz auseinander, wofür sowohl der Außen- als auch der Klavierinnenraum durch Lautsprecher bespielt und in verschiedenen Stufen von Videozoom für das Publikum sichtbar gemacht werden.

 

In the beginning there was the simple idea for a work for piano solo. In discussions between the composer Philipp Krebs and the pianist Neus Estarellas, however, an adventurous long-term project was born. For one year she sent him a "media snapshot" almost daily – photos, videos or sound recordings from her life, which he chronologically archived, analysed and processed into a matrix by dividing the activities into "work" or "leisure", but also "pauses" for days without a message. This is now the "score" for a one-day performance at the festival.

The focus is on a discarded piano. It will be completely renovated in the course of the day. Four half-hour composed performances interrupt this process – and they are also subject to a "re-interpretation" of the working conditions: The composer himself acts on the prepared and microphoned piano, thus providing the sound basis for the pianist's electroacoustic manipulations remotely controlled. Thus the composer becomes a worker under the control of the interpreter. The sound setup deals with gradations of proximity and distance, for which both the exterior and the piano interior are played by loudspeakers and made visible to the audience in various stages of video zoom.

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