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ECLAT 5

/ Opernhaus Stuttgart

BORIS
Von Modest Mussorgski/Sergej Newski
Modest Mussorgski: Boris Godunow (Urfassung von 1869)
nach dem gleichnamigen Versdrama von Alexander Puschkin

Sergej Newski: Secondhand-Zeit 
nach Texten aus dem gleichnamigen Buch von Swetlana Alexijewitsch
(Auftragskomposition der Staatsoper Stuttgart, UA am 2.2.2020)

In russischer (Boris Godunow) und deutscher Sprache (Secondhand-Zeit)

Boris Godunow: Adam Palka / Fjodor/Die Aktivistin: Alexandra Urquiola / Xenia/Die Geflüchtete: Carina Schmieger / Xenias Amme/Die Mutter des Selbstmörders: Maria Theresa Ullrich / Fürst Wassili Schuiski: Matthias Klink / Pimen: Goran Jurić / Grigori Otrepjew/Der jüdische Partisan: Elmar Gilbertsson / Warlaam: Friedemann Röhlig / Eine Schenkwirtin/Die Frau des Kollaborateurs: Stine Marie Fischer / Ein Gottesnarr/Der Obdachlose: Petr Nekoranec / Schtschelkalow: Paweł Konik / Missail: Charles Sy

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart
Musikalische Leitung Titus Engel

Regie: Paul-Georg Dittrich
Bühne: Joki Tewes, Jana Findeklee
Kostüme: Pia Dederichs, Lena Schmid
Video: Vincent Stefan
Licht: Reinhard Traub
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Miron Hakenbeck
Kamera und Bildgestaltung: Tobias Dusche

Eine Produktion der Staatsoper Stuttgart

logo staatsoper stuttgart

 

Kartenpreise

Karten bei der Staatsoper Stuttgart

English version see below

Wer schreibt Geschichte und in wessen Interesse? In welchem Verhältnis steht sie zur Wahrheit? Ist Erinnerung Fiktion? Für Swetlana Alexijewitsch liegt die Wahrheit im vielstimmigen Nebeneinander der Erfahrungen hunderter ungekrönter, anonymer „Held*innen des Alltags“, wie sie sie in ihrem Erinnerungsbuch Secondhand-Zeit dokumentiert. Der Komponist Sergej Newski setzt einige dieser Lebensgeschichten als musikalische Erinnerungssplitter zwischen Modest Mussorgskis historische Tableaus. Sie sind exemplarisch für den Einbruch der Kriege um Macht und Ideale in die geschützten Enklaven von Liebe und Familie. Newskis Neukomposition verzahnt sich in BORIS mit Mussorgskis Oper von 1869 zu einer gemeinsamen Erzählung.

(Aus dem Ankündigungstext der Staatsoper Stuttgart.)

Who makes history and in whose interest? How does it relate to the truth? Is memory fiction? For Svetlana Alexijewitsch, the truth lies in the polyphonic juxtaposition of the experiences of hundreds of uncrowned, anonymous "hero*ines of everyday life", as she documents them in her book Secondhand-Zeit. The composer Sergej Newski places some of these life stories as musical fragments of memory between Modest Mussorgski's historical tableaux. They are exemplary for the collapse of the wars for power and ideals in the protected enclaves of love and family. In BORIS, Newski's new composition interlocks with Mussorgski's 1869 composed opera to form a common narrative.
(from the announcement text of the Staatsoper Stuttgart)

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